Winterliche Heißgetränke

Wenn die Tage wieder dunkler und kälter werden, bringen Heißgetränke wie Punsch und Grog zwar nicht die Sommersonne zurück – aber sie sorgen für Gemütlichkeit und Wohlbefinden. Da ist es gut, wenn der Gastronom nicht nur einfachen Kaffee, Tee und heiße Schokolade als wärmendes Getränk auf der Karte hat – auch fürs Geschäft. Denn wer sein Angebot attraktiv bewirbt und präsentiert, darf sich über zusätzlichen Umsatz freuen.

Wohl jeder kennt das: Mit den Jahreszeiten ändern sich nicht nur Gewohnheiten, sondern auch die Vorlieben für Speisen und Getränke. Während man im Sommer vorwiegend auf „leichte Küche“ setzt, greift man im Winter gerne in die Gewürzkiste. Rezepte für Tee, heiße Milchgetränke oder Kaffee sind dann mit Zimt, Vanille, Ingwer, Nelken, Anis, Muskatnuss, Koriander, Kardamom und Safran verfeinert. Kein Wunder: Erhellen diese Gewürze doch nicht nur das Gemüt, sondern bringen auch Kreislauf und Immunsystem in Schwung – insbesondere in der Erkältungszeit ein überaus angenehmer Nebeneffekt. Serviert in den passenden Tee-/Kaffeegläsern oder Tassen werden die Heißgetränke wie Apfelpunsch mit Cidre oder heißer Kakao mit Schuss zum perfekten Wintergenuss.

 

Hochprozentiger Kaffee aus der Schweiz

Was wohl niemanden überraschen mag: Kaffee ist das mit Abstand beliebteste Heißgetränk der Deutschen. Rein statistisch trinkt jeder Bundesbürger rund 160 Liter davon im Jahr. Ob Espresso, Cappuccino oder Caffè Latte – die unterschiedlichen Kaffeespezialitäten haben sich längst etabliert. Da kann es nicht schaden, wenn man im Winter in seiner Lokalität mal eine etwas andere Variante anbietet.

Wie wäre es beispielsweise mit dem „Kafi Luz“, der aus der Schweiz stammt und für „Luzerner Kaffee“ steht? Das Besondere an dieser Spezialität der Eidgenossen: Ein sehr dünner Kaffee (1 dl) bildet die Basis für das Rezept. Der wird dann mit einem Obstschnaps (Apfel/Birne), der so genannte Träsch, sowie zwei bis drei Würfelzucker verfeinert – fertig ist der „Kafi Luz“. Das im 18. Jahrhundert von Bauern und Landarbeitern erfundene heiße Getränk erfreut sich im Winter in der Schweiz großer Beliebtheit. Serviert wird das Ganze klassischerweise in einem hohen Kaffeebecher. Doppelwandige Gläser geben dem Getränk einen modernen Look.

 

Heiße Schokolade auf Italienisch

Nicht nur Kinder lieben besonders im Winter den Geschmack einer heißen Schokolade. Schließlich wird dem Kakao nachgesagt, dass er glücklich macht. Was auch daran liegt, dass er die Aminosäure Tryptophan enthält. Und aus der erzeugt der Körper das Glückshormon Serotonin. Besonders glücklich machen können Gastronomen ihren Gast, wenn sie die heiße Schokolade im Winter auf italienische Art servieren – als „Cioccolata calda“. Der Unterschied zur bekannten Variante: Sie ist wesentlich dickflüssiger. Und das hat einen Grund: Denn im Rezept für das Wintergetränk aus Italien steht neben Milch, Schokolade und Kakao-Pulver auch Stärke (Mais-, Kartoffelstärke oder Reismehl). Und die macht die „Cioccolota calda“ so sämig.

Aber ganz gleich, ob man sich für die deutsche oder italienische Variante der heißen Schoki entscheidet – klassisch wird der Kakao in weißen Tassen serviert, aber auch farbliche Akzente sind erlaubt und sorgen gerade im Winter für Abwechslung.

 

Klassiker Glühwein skandinavisch verfeinert

Wer hätte das gedacht? Die Geschichte des so beliebten Glühweins – rund 65 Prozent der Deutschen besuchen die Weihnachtsmärkte wegen dieses roten Heißgetränks – reicht bis in die Antike zurück. Erstmals erwähnt wird der „conditum paradoxum“, der „erlesene Würzwein“, im 2000 Jahre alten Rezeptbuch des berühmten römischen Feinschmeckers Apicius. Um den Wein länger haltbar zu machen, wurde dieser mit Honig eingekocht und mit Lorbeerblättern, Safran und Datteln gewürzt.

Wohl jeder Gastronom hat da sein eigenes Rezept für den heißen Wein. Und dennoch kann es nicht schaden, wenn man den Klassiker vielleicht einmal auf skandinavische Art verfeinert. Denn auch in Europas Norden ist das Heißgetränk im Winter überaus beliebt und als „Glögg“ bekannt. Kardamom, Nelken, Ingwer und Zimt geben ihm noch eine etwas andere geschmackliche Note. Serviert wird das heiße Getränk mit dem skandinavischen Einschlag in passenden Gläsern.

 

Winter auf holländisch

Wer als Gastronom einmal richtig überraschen möchte, der setzt ein niederländisches Wintergetränk auf die Karte seiner Küche – und zwar „Koek-en-Zopie“, das insbesondere beim Schlittschuhlaufen in Holland überall dazugehört. Das Rezept klingt etwas eigen, schmeckt aber köstlich. Ein Bier wird mit Zimt, Nelken und Zitronen zum Kochen gebracht und anschließend mit Eiern, Zucker und Rum vermischt. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wird „Koek-en-Zopie“ im Winter ganz stilecht in einem Becher in der Nationalfarbe der Niederlande serviert – Orange.

 

Winterliche Tafeln als beste Werbefläche

Die besten Rezepte an Wintergetränken nützen natürlich wenig, wenn niemand davon erfährt. Werbung ist also angesagt. Doch wie geht man da am besten vor? Sicher: Wer in den sozialen Netzwerken vertreten ist, kann hier natürlich Bilder des neuen Winter-Angebotes posten und die Gäste somit locken. Aber: Die beste Werbefläche ist die Location selbst! Denn hier werden Gäste direkt mit der Gastronomie konfrontiert. Mit dem Duft, Ambiente und Angebot der Lokalität. Wenn dann noch ein ansprechender Slogan auf einem Aufsteller auf die winterlichen Heißgetränke wie Grog, Apfelpunsch oder Teepunsch aufmerksam macht, ist der Gast schon so gut wie gewonnen.


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